Es lebe die freie Marktwirtschaft

Via Immobilienblasen von http://www.ritholtz.com/blog/

Mehr zur Liquiditätsfalle

Neulich habe ich hier einen Link  zum Guardian reingesetzt, der gefordert hat, der Westen müsste sich geldpolitisch wie ein südamerikanischer Diktator verhalten. Krugman schreibt heute, warum diese Forderung nicht von der Hand zu weisen ist: Um aus einer Liquiditätsfalle herauszukommen, muss die Zentralbank positive Inflation schaffen. Eigentlich sollte das nicht schwer sein für eine kompetente Zentralbank – wenn selbst Länder wie Simbabwe das schaffen. Das Problem hierbei ist, dass die Inflation erst dann zurückkehrt, wenn die Inflationserwartungen positiv werden. Dafür reicht es nicht, einfach die Geldmenge zu erhöhen, wenn die Verbraucher langfristig von der Zentralbank eine Geldpolitik der Geldwertstabilität erwarten. Für Japan forderte Krugman daher 1998, dass die Zentralbank glaubwürdig machen müsste, in Zukunft eine verantwortungslose Geldpolitik zu betreiben.

Sherlock Holmes und die Finanzkrise

Macro Man hat drei Kurzgeschichten über Sherlock Holmes und die Finanzkrise geschrieben – als wären sie von Arthur Conan Doyle selbst geschrieben.

Die fehlenden fehlenden Bauarbeiter:

Im Oktober 2007 geschrieben, steht Inspektor Lestrade vor dem Problem, warum die Beschäftigung bei den Bauarbeitern nicht eingebrochen ist, obwohl keine neuen Häuser gebaut werden. Ein Beispiel für Lestrades wirtschaftlichen Sachverstand:

The upshot is that the homebuilders, the people who build houses in America, well, they’ve built too many of ‚em. So many, in fact, that they’re selling some of these houses off at forty cents on the dollar…that’s 20p on the pound, if I’ve figured the exchange rate properly.

Holmes raised his eyes skyward, as if in supplication to a higher power.

Der seltsame Fall der verschwindenden Bullen – 1. Teil:

Im November 2007 wird Holmes von einem verzweifelten Hedgefonds-Manager um Rat gefragt, wo all die Bullen hin sind.

Der seltsame Fall der verschwindenden Bullen – 2. Teil:

Die Auflösung des Falls, die uns heute nicht mehr überrascht.

Das Geheimnis der gestohlenen Pläne:

Auf Besuch in den USA werden Holmes und Watson zu einem Treffen mit zwei hohen Mitgliedern der Regierung gebeten, denn sie sind verzweifelt, dass die Regierungspläne zur Beendigung der Finanzkrise gestohlen worden sind.

Video: Peter Schiff hat die Krise 2006 vorhergesehen

… und wurde im Fernsehen von den „Experten“ für verrückt erklärt.

Gefunden bei Alea

Zentralbanken weiten Liquiditätsprogramme aus

Gefunden bei Macro Man.

Macro Man hat übrigens auch berechnet, wie die USA ihre Staatsschulden auf einen Schlag loswerden könnten: Sie müssten nur alle Gebiete verkaufen, die nicht zu den 13 Gründungsstaaten gehören. Die  Berechnung erfolgte anhand des Fair Value der zukünftigen Steuereinnahmen, ist also nicht vollständig aus der Luft gegriffen, und zeigt, dass die USA als Staat in einem sehr realen Sinn demnächst überschuldet sein könnte.