Keine rosigen Aussichten

Wolfgang Münchau schreibt über die krisenverstärkende Einflüsse des kurzsichtigen, egoistischen Krisenmanagements unserer Politiker, und er ist nicht optimistisch, dass die Politik zu einem besseren Ergebnis führt als 1929.

Zur Zeit fellt es schwer, seine Vorwürfe zu entkräften, aber mein Eindruck ist – z. B. aufgrund der intensiven internationalen Kontakte heute – dass die Politik jetzt eine internationale, und weitreichende Lösung der Krise anstrebt. Es ist ja nicht so, dass es keine Erfahrungen mit internationalen Finanzkrisen und die notwendigen Schritte gibt, nur haben diese Schritte kurzfristige hohe politische Kosten, man könnte vielleicht sagen, dass die Politiker jetzt an der Grenze sind in einem Obstfeld-Modell der Währungskrise zwischen Aufrechterhaltung des Währungsregimes und Aufgabe, in diesem Fall also die Frage, ob verstaatlicht werden muss oder nicht.

Ein interessanter Gedanke von Richard Kline in der Diskussion auf naked capitalism:

The first moves in a crisis are almost always wrong; we see that here, but it’s a truism. First moves are conditioned responses. Conditioned responses map to prevailing conditions, i.e. ‚the box.‘ Crises blow out or collapse fundamental parameters of the box. Thus, by definition first moves get the transformational conditions wrong, and so bungle. If we could get policy makers to see this, we _might_ get better policy. But there is the parallel issue that major public policy ventures, especially financial ones, are as much about ’signal‘ as about ’substance.‘ Policy makers know that much of their power is in signaling, so they give the signals which are expected in prevailing conditions; not to do so would decrease their initial advantages and confuse participants. it’s a double bind of a kind. What we need are Solon’s who stay current, and anyone with that kind of ability isn’t going to be in the public sector when they could be raking it in on their own. Just the way of the world, my friends . . . .

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