Pflichtlektüre: Willem Buiter über die Fehler der Makroökonomie

In seinem letzten Beitrag zeigt Willem Buiter die größten Fehler der makroökonomischen Theorie auf, die unter anderem dazu führten, dass die Volkswirte die Krise weder vorhersehen konnten, noch sinnvolle Ratschläge zu ihrer Lösung anbieten können.

Sein Hauptkritikpunkt ist hierbei die Annahme vollständiger Märkte als Regel, da dies zu viele tatsächlichen Friktionen aus dem modellierten System nehmen würde, und kommt daher zu dem Schluss, dass es richtiger wäre, grundsätzlich davon auszugehen, dass keine Märkte existieren (der Autarkiefall – Robinson Crusoe, bevor er auf Freitag trifft), und dass die Existenz jedes beobachteten Marktes im Modell zu erklären sei.

Buiters Meinung nach begründet diese fehlerhafte Annahme vollständiger Märkte (in der Finanzmarkttheorie die Efficient Market Hypothesis), warum im Grunde alle makroökonomischen Theorien der neokeynesianischen und neoklassischen Richtung der letzten vierzig Jahre keine Aussagekraft für die Wirklichkeit haben.

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