Die Krise in Osteuropa

Während Russlands Börse ja schon eine ganze Zeit im Gleichtakt mit dem Westen zusammenbricht, scheinen die Probleme jetzt auch immer stärker auf den russischen Geldmarkt überzugreifen: Die mittelgroße Bank Globex hat die Einlagen eingefroren, nachdem in den letzten beiden Monaten 29% abgezogen wurden, was dazu geführt hat, dass bei anderen Banken die Einlagen verstärkt abgezogen werden. Mittlerweile hat die Regierung 149 Mrd. € für Kriseninterventionen bereitgestellt.

Gleichzeitig verhandelt die Ukraine mit dem Internationalen Währungsfonds über einen Notkredit in Höhe von 14 Mrd. $, und Ungarn hat am Donnerstag von der EZB eine 5 Mrd. € Kreditlinie bewilligt bekommen.

Während es wenig überrascht, dass die Länder mit Leistungsbilanzdefizit in dieser Krise Probleme bekommen, bin ich vom Ausmaß in Russland doch etwas überrascht – dort sind die Börsenkurse bereits um 66% eingebrochen.

Quelle: http://www.nakedcapitalism.com/2008/10/russian-banking-system-teetering.html

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